Chronik

“ Herr, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz Gottes? “
Jesus antwortete
“ Liebe Gott den Herrn von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand! Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig ist aber das zweite: Liebe deinen Mitmenschen, so wie du dich selbst liebst! Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten sind in diesen Geboten enthalten. “
Bibel, Matthäus 22,36-40

Mit diesen Worten beschreibt Jesus die Grundlage für ein gelingendes Leben. Gottes Wort weitersagen und für andere Menschen da sein, einander begleiten und helfen.

 

Wie alles begann

1970 begann Johannes Winkler, der damalige Dozent im Diakonenhaus Moritzburg mit jungen und meist ehrenamtlichen Mitarbeitern aus den Jungen Gemeinden den Urlauberdienst. Für eine Woche lebte das Team von 12 jungen Leuten mit den Campern auf dem Zeltplatz an der Talsperre Pöhl. Es dauerte nicht lang und ein Kontakt zu den Jugendlichen, die dort in großer Zahl ihren Urlaub verbrachten, entstand.

 

Da die Veranstaltungen des Teams auf dem Campingplatz untersagt waren, fanden sie in der Jocketaer Kirche statt. Es wurde zu Offenen Abenden und zu Jugendgottesdiensten eingeladen. Anspiele, persönliche Erfahrungen mit Gott und eine evangelistische Ansprache waren Inhalte der Treffen. Meist wirkten dabei eine Jugendband bzw. Liedermacher mit.

 

Das wichtigste Anliegen war, jungen Menschen, die nichts von Gott und dem Glauben wussten, von einem sinnvollen Leben mit Jesus zu erzählen und sie dazu einzuladen. Oft wurde auch Abends am Lagerfeuer vom eigenen Glauben und Erleben weitergesagt.

 

Im Jahr darauf begann nach dem selben Konzept die Arbeit auf dem Zeltplatz Pirk, wobei dort die Taltitzer Kirche für die Veranstaltungen diente. In den folgenden Jahren wurden die Einsätze, unter argwöhnischer Beobachtung von staatlichen Stellen, auf je zwei Wochen verlängert. Im Herbst darauf folgte ein Nachtreffen im Rüstzeitheim Jocketa, zu dem alle eingeladen waren, die sich im Sommer hatten ansprechen lassen. Auch über diese Nachtreffen hinaus wurde der Kontakt gehalten. Manch einer der Zeltplatzbesucher stand später selbst mit im Team und bezeugte anderen seinen Glauben.
1978 kamen dann zur Zeltplatzarbeit die Offenen Abende in Jocketa hinzu und ab 1982 die missionarische Sendfahrt.

Neue Möglichkeiten

Durch die Wende eröffneten sich uns ganz neue Möglichkeiten für unsere Arbeit. Ohne Einschränkungen oder Behinderungen konnten wir plötzlich unseren Glauben weitersagen. Bisher unvorstellbar, war es uns jetzt sogar möglich, in der Plauener Kaserne der Roten Armee russische Bibeln zu verteilen.

 

Auf den Campingplätzen waren wir herzlich willkommen und eine gute Zusammenarbeit entstand. Wir konnten unsere Angebote auf dem Zeltplatz erweitern, z.B. Kindernachmittage und die Offenen Abende vor Ort. In diese Zeit fiel auch unsere Umbenennung von “Urlauberdienst“ in “Kirche Unterwegs Vogtland“.

 

 

 

 

2010 konnten wir unser 40jähriges Jubiläum an der Talsperre Pöhl feiern. Es gab ein spezielles Jubiläumsprogramm und wir konnten zahlreiche Gäste und viele ehemalige Mitarbeiter begrüßen.

2011 wiederholten wir das ganze in etwas kleinerer Form an der Talsperre Pirk.